Neuerungen in der Einkommensteuer: Tarifreform und Kapitalertragsteuer!

Einkommensteuer:

Seit Jahresanfang gelten durch Änderungen in der Einkommensteuer neue Tarife! Die niedrigste Tarifstufe der Einkommensteuer beträgt nun neu nur mehr 25% (bisher: 36,5%). Der bisherige Grenzsteuersatz von 50% wird erst ab einem Jahreseinkommen von € 90.000 erreicht (bisher: bereits bei € 60.000). Darüber hinaus wurde bei der Einkommensteuer ein neuer Grenzsteuersatz von 55% für Jahreseinkommen über € 1.000.000 eingeführt. Dieser gilt aber nur für fünf Jahre bis inklusive 2020.

Daneben wurden die bisherigen Verkehrs-, Arbeitnehmer- und Grenzgängerabsetzbeträge zu einem erhöhten einheitlichen Verkehrsabsetzbetrag in Höhe von € 400 pro Jahr zusammengefasst. Wenn das Einkommen maximal € 12.200 beträgt, erhöht sich der Verkehrsabsetzbetrag sogar auf € 690 pro Jahr.

Ergibt die Einkommensteuerberechnung einen negativen Betrag, dann hat der Einkommen-Steuerpflichtige Anspruch auf Erstattung des Negativbetrags im Ausmaß von höchstens € 400 (bei Anspruch auf Pendlerpauschale höchstens € 500).

Verluste von Einnahmen-Ausgaben-Rechnern, die durch eine ordnungsgemäße Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ermittelt wurden, sind nunmehr unbeschränkt vortrags- und abzugsfähig. Dies gilt bereits für Verluste, die ab dem Jahr 2013 entstanden sind.

Im Gegenzug sind Verluste bei kapitalistischen Mitunternehmern mit beschränkter Haftung (d.s. Gesellschafter, die gegenüber Dritten nicht oder nur eingeschränkt haften und keine ausgeprägte Mitunternehmerinitiative entfalten) insoweit nicht mehr ausgleichsfähig bzw. vortragsfähig, als dadurch ein negatives steuerliches Kapitalkonto entsteht oder sich erhöht. Nicht betroffen von der Einschränkung sind Verluste, die sich aus einem Sonderbetriebsvermögen ergeben. Die nicht ausgleichsfähigen bzw. nicht vortragsfähigen Verluste stellen Wartetastenverluste dar, die mit Gewinnen späterer Wirtschaftsjahre aus derselben Beteiligung verrechnet werden können

 

Kapitalertragsteuer:

Die Kapitalertragsteuer auf Kapitalerträge beträgt nun neu 27,5% (bisher: 25%). Davon ausgenommen (und daher weiterhin mit 25% besteuert) sind Zinserträge aus Geldeinlagen bei Kreditinstituten (v.a. Sparbuch- und Kontozinsen) sowie sonstige Forderungen gegenüber Kreditinstituten. Infolge der Erhöhung der KESt erhöht sich dieVerlustausgleichsmöglichkeit entsprechend auf 55% (bisher: 50%). Die Erhöhung der Kapitalertragsteuer umfasst auch von Privatstiftungen gewährte Zuwendungen an Begünstigte.

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